Photovoltaik und Elektroheizung: So nutzen Sie Solarstrom zum Heizen – auch im Winter anna.zur 27. August 2026

Photovoltaik und Elektroheizung: So nutzen Sie Solarstrom zum Heizen – auch im Winter

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Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach produziert kostenlosen Solarstrom – zumindest dann, wenn die Sonne scheint. Gleichzeitig steigt in Deutschland gerade im Herbst und Winter der Energiebedarf für die Heizung. Für viele Hausbesitzer stellt sich deshalb eine wichtige Frage:

Kann man den eigenen Solarstrom sinnvoll zum Heizen nutzen?

Die Antwort lautet: Ja – allerdings kommt es auf das richtige Heizsystem, eine gute Steuerung und realistische Erwartungen an.

Eine elektrische Fußbodenheizung, Heizfolie oder Heizmatte kann dabei helfen, den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage zu erhöhen und selbst erzeugten Strom direkt im eigenen Haushalt zu nutzen.

Photovoltaik und Elektroheizung sinnvoll kombinieren

Das Prinzip ist einfach: Die Photovoltaikanlage erzeugt Strom, der möglichst direkt im Haus verwendet werden soll.

Statt den gesamten überschüssigen Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, kann ein Teil davon beispielsweise für eine elektrische Heizung genutzt werden.

Das kann insbesondere bei einer gut gedämmten Immobilie interessant sein. Eine elektrische Fußbodenheizung lässt sich außerdem raumweise steuern. Dadurch muss nicht das gesamte Haus gleichzeitig beheizt werden.

Gerade bei Renovierungen kann eine elektrische Fußbodenheizung eine interessante Lösung sein, weil sie je nach System mit vergleichsweise geringer Aufbauhöhe installiert werden kann.

Die Verbraucherzentrale weist ebenfalls darauf hin, dass der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms wirtschaftlich besonders interessant ist.

Warum ist der Winter trotzdem eine Herausforderung?

Hier liegt der entscheidende Punkt.

Photovoltaik produziert im Winter deutlich weniger Energie als im Sommer – gleichzeitig wird im Winter deutlich mehr geheizt.

Das bedeutet: Eine PV-Anlage kann eine Elektroheizung unterstützen, aber eine normale Hausdach-PV-Anlage produziert im Winter nicht automatisch genügend Strom, um den gesamten Heizbedarf zu decken.

Besonders in den Monaten November bis Februar sind die Solarerträge vergleichsweise niedrig. Auch ein Batteriespeicher kann dieses saisonale Problem nicht vollständig lösen.

Deshalb sollte man nicht mit dem Versprechen planen, im Winter vollständig autark mit Solarstrom zu heizen.

Viel sinnvoller ist ein anderer Ansatz:

So viel selbst erzeugten Solarstrom wie möglich direkt im eigenen Haus nutzen.

Elektrische Fußbodenheizung als Teil eines modernen Energiekonzepts

Eine elektrische Fußbodenheizung hat gegenüber klassischen Heizkörpern einen entscheidenden Vorteil: Die Wärme wird großflächig direkt im Boden erzeugt.

Das ermöglicht eine gleichmäßige Wärmeverteilung und einen hohen Komfort.

Bei Provarm finden Sie verschiedene Lösungen für elektrische Fußbodenheizung – darunter Heizfolien und elektrische Heizmatten.

Elektrische Heizmatten für die Fußbodenheizung bei Provarm

Heizmatten eignen sich insbesondere für Bereiche, in denen eine Fußbodenheizung unter Fliesen oder anderen geeigneten Bodenbelägen installiert werden soll. Die Systeme werden als Komplettsets angeboten und können mit Thermostaten mit Bodensensor kombiniert werden.

Heizfolie und Photovoltaik – interessant bei Renovierungen

Eine weitere Möglichkeit ist eine elektrische Heizfolie.

Die Heizfolie kann besonders bei Renovierungen interessant sein, da sie eine geringe Aufbauhöhe besitzt und unter geeigneten Bodenbelägen eingesetzt werden kann.

Infrarot-Heizfolie Komplettset 140 W/m² – Provarm

Für höhere Heizleistungen bietet Provarm beispielsweise auch ein 220-W/m²-Heizfolien-Set an. Das System ist 1 Meter breit, 0,37 mm dick und kann alle 25 cm zugeschnitten werden.

220 W/m² Heizfolien-Set Premium Diamond – Provarm

Welche Leistung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Raumgröße, der Dämmung, dem Bodenaufbau und dem gewünschten Einsatzbereich ab.

Der wichtigste Punkt: Solarstrom dann nutzen, wenn er produziert wird

Eine Photovoltaikanlage produziert tagsüber Strom. Der Heizbedarf besteht dagegen häufig morgens, abends und nachts.

Genau hier kann eine intelligente Steuerung helfen.

Statt die Heizung einfach dauerhaft laufen zu lassen, kann die Nutzung stärker an den tatsächlichen Energiebedarf und – soweit technisch möglich – an die Solarstromproduktion angepasst werden.

Ein programmierbares oder smartes Thermostat ermöglicht beispielsweise:

  • unterschiedliche Temperaturen zu verschiedenen Tageszeiten,
  • eine zeitgesteuerte Beheizung,
  • eine individuelle Regelung einzelner Räume,
  • eine Begrenzung der Bodentemperatur,
  • eine komfortable Steuerung per Smartphone bei geeigneten Wi-Fi-Thermostaten.

Bei den Provarm-Heizfolien sind verschiedene Thermostatoptionen erhältlich, darunter auch Wi-Fi-Thermostate mit App-Steuerung und programmierbaren Funktionen.

Photovoltaik + Fußbodenheizung + Thermostat: Das Zusammenspiel

Das größte Potenzial entsteht nicht durch ein einzelnes Produkt, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten.

Ein mögliches Konzept sieht beispielsweise so aus:

Photovoltaikanlage → eigener Solarstrom → intelligente Steuerung → elektrische Fußbodenheizung → Wärme im Raum

Dabei kann die Heizung beispielsweise während der Stunden betrieben werden, in denen die PV-Anlage Strom produziert.

Der erzeugte Strom wird dann nicht vollständig ins Netz eingespeist, sondern zumindest teilweise direkt im Gebäude genutzt.

Das erhöht den Eigenverbrauch der Photovoltaikanlage.

Was ist mit einem Batteriespeicher?

Ein Batteriespeicher kann das System zusätzlich ergänzen.

Tagsüber erzeugter Solarstrom kann gespeichert und später genutzt werden – beispielsweise am Abend.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Batteriespeicher den Eigenverbrauch und den Autarkiegrad einer PV-Anlage deutlich erhöhen können. Gleichzeitig bleibt das saisonale Problem bestehen: In den dunklen Wintermonaten liefert eine Photovoltaikanlage wesentlich weniger Energie.

Deshalb sollte ein Batteriespeicher nicht einfach möglichst groß dimensioniert werden.

Sinnvoller ist eine Auslegung, die zum tatsächlichen Verbrauch, zur PV-Anlage und zum individuellen Energieprofil des Haushalts passt.

Für wen kann eine Elektroheizung mit Photovoltaik interessant sein?

Die Kombination kann insbesondere für folgende Situationen interessant sein:

Neubau

Bei einem gut gedämmten Neubau kann eine elektrische Fußbodenheizung eine komfortable Lösung für einzelne Räume oder das gesamte Gebäude sein. Besonders interessant ist die Möglichkeit, verschiedene Räume individuell zu regeln.

Renovierung

Bei einer Renovierung kann eine elektrische Heizfolie eine interessante Alternative sein, wenn keine klassische wassergeführte Fußbodenheizung vorhanden ist und der Bodenaufbau möglichst gering bleiben soll.

Badezimmer

Im Badezimmer kann eine elektrische Fußbodenheizung für zusätzlichen Komfort sorgen. Hier geht es häufig weniger darum, das gesamte Gebäude zu beheizen, sondern gezielt für einen warmen Boden und angenehme Raumtemperaturen zu sorgen.

Einzelne Räume

Auch für einzelne Räume kann eine elektrische Fußbodenheizung sinnvoll sein. Statt eine zentrale Heizungsanlage für einen kleinen Bereich zu verändern, lässt sich ein elektrisches System unabhängig steuern.

Wie viel Solarstrom kann zum Heizen genutzt werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Größe und Ausrichtung der PV-Anlage,
  • jährlicher Solarertrag,
  • Verschattung,
  • Gebäudedämmung,
  • Wohnfläche,
  • Heizbedarf,
  • gewünschte Raumtemperatur,
  • Größe und Nutzung eines Batteriespeichers,
  • Heizleistung,
  • Laufzeiten der Heizung,
  • Stromverbrauch des restlichen Haushalts.

Eine größere PV-Anlage produziert grundsätzlich mehr Strom, allerdings nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der Ertrag stark von Jahreszeit, Sonneneinstrahlung, Ausrichtung und Verschattung abhängt.

Deshalb sollte die Kombination aus PV und Elektroheizung immer individuell betrachtet werden.

Lohnt sich eine Elektroheizung mit Photovoltaik?

Sie kann sich lohnen – aber nicht allein deshalb, weil eine Photovoltaikanlage vorhanden ist.

Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass selbst erzeugter Solarstrom direkt im eigenen Haushalt genutzt werden kann.

Das ist besonders interessant, wenn die elektrische Heizung gezielt dort eingesetzt wird, wo Wärme benötigt wird, und wenn die Betriebszeiten sinnvoll gesteuert werden.

Eine elektrische Fußbodenheizung sollte deshalb nicht einfach als Ersatz für jedes andere Heizsystem betrachtet werden.

Viel interessanter ist sie als Teil eines modernen Energiekonzepts, bei dem Photovoltaik, Eigenverbrauch, intelligente Steuerung, Dämmung und bedarfsgerechte Beheizung zusammenspielen.

Fazit: Solarstrom zum Heizen nutzen – aber richtig

Photovoltaik und elektrische Heizung können sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Die größte Herausforderung ist dabei die unterschiedliche Verteilung von Solarstromproduktion und Heizbedarf: Im Sommer gibt es viel Solarstrom, aber wenig Heizbedarf. Im Winter ist es genau umgekehrt.

Deshalb sollte das Ziel nicht die vollständige Unabhängigkeit vom Stromnetz sein.

Das bessere Ziel lautet:

Eigenen Solarstrom möglichst effizient nutzen, den Eigenverbrauch erhöhen und die Heizung intelligent steuern.

Elektrische Fußbodenheizungen, Heizfolien und Heizmatten können dabei eine interessante Lösung für Neubauten, Renovierungen, einzelne Räume und zusätzliche Wärmebereiche sein.

Bei Provarm finden Sie passende Lösungen für elektrische Fußbodenheizung, Heizfolien, Heizmatten und Thermostate – für unterschiedliche Räume, Bodenaufbauten und Anforderungen.

Zur Auswahl der elektrischen Fußbodenheizungen bei Provarm

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